Bergkamen

Bergkamen ist eine kulturell überaus interessante Stadt. Mit dem Römerlager Oberaden als größtes römisches Militärlager nördlich der Alpen und zugleich ältestes Legionslager in Westfalen reicht die Geschichte weit zurück. Wer sich lieber mit der jüngeren Geschichte der stadt beschäftigen möchte, sollte zur Kolonie Schönhausen fahren. Die Bergarbeitersiedlung aus den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde 1933 als Sammellager für Regimegegner genutzt. Insgesamt etwa 900 bis 1.000 Menschen wurden von hier aus in größere Lager wie Brauweiler oder direkt in Vernichtungslager weitergeleitet. Ebenfalls ein trauriges Kapitel der Stadt wurde 1946 geschrieben. Auf der Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4 ereignete sich das schwerste Grubenunglück Deutschlands, bei dem 405 Bergleute ums Leben kamen.

Doch Bergkamen hat durchaus auch seine schönen Seiten. Dazu gehört beispielsweise die Marina Rünthe, als einer der modernsten und größten Freizeithäfen Nordrhein-Westfalens mit etwa 250 Liegeplätzen und kompletter Bootsinfrastruktur. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Stadt Bergkamen insbesondere wegen ihrer Lichtkunstinstallationen und Skulturen beliebt, wie die 33 Meter hohe pulsierende LED-Lichtsäule Impuls-Bergkamen 2010 auf der künstlich aufgeschütteten Bergehalde Großes Holz, die Medienskulptur mit dem Titel „no agreement today, no agreement tomorrow“ die nachts 24 Schwarz-Weiß-Fotos bekannter und unbekannter Personen im Kreisverkehr vor dem Rathaus zeigt sowie die “Bergkamener Maßstäbe”, Lichtstelen in den vier Kreisverkehren rund um die Innenstadt, um nur einige zu nennen.

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