Waltrop

Die Stadt Waltrop hat gleich mehrere Orte, die sich Touristen näher anschauen sollten. Natürlich gehört die stillgelegte Zeche Waltrop auf deren Gelände heute ein Gewerbepark zu finden ist, mit dazu. Interessanter sind zum Teil aber die kleineren Kuriositäten. So teilt sich die Stadt Waltrop mehrere Straßen mit anderen Städten. Angefangen bei der Provinzialstraße, die halbseitig zu Datteln gehört und die Grenzstraße. Letztere heißt aber nur auf Waltroper Gebiet so. Der südliche Teil der Straße gehört zu Lünen und wird dort Friedhofstraße genannt. Das klingt banal, doch bringt die Situation weitere Komplikationen mit.

Die zur Waltroper Grenzstraße gehörenden Häuser werden von der Lüner Müllabfuhr bedient und es gibt zwei Telefonvorwahlen auf der Straße: die Waltroper und die Dortmunder auf der Lüner Seite. Das reicht noch nicht? Wie wäre es mit dem Haus Kanonestraße 89? Das steht auf der Verlängerung der Straße Im Freistuhl, die wiederum zum Lüner Stadtgebiet gehört und auch nur von der Stadtseite Lünen angefahren werden kann, obwohl es zu Waltrop gehört.

Wer weniger an Kuriositäten udn vielmehr an Geschichte interessiert ist, der sollte auf den Friedhof gehen oder nach Holthausen fahren. Dort wird an das zentrale Entbindungslager für schwangere Ostarbeiterinnen während des zweiten Weltkriegs erinnert. Die Frauen wurden dort auf ganz Westfalen hingebracht und sollten ihre Kinder abtreiben.

Die Metropole Ruhr stellt Waltrop vor:

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